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Pädagogische Lesungen

Pädagogische Lesungen

Die Pädagogischen Lesungen sind Abhandlungen aus der DDR, die aus der praktischen Schul- und Unterrichtsarbeit von Lehrkräften entstanden, häufig Erfahrungsberichte, und die einmal jährlich beurteilt und prämiert wurden. Die Sammlung umfasst mehr als 9.000 Titel und damit nahezu alle in der DDR zentral ausgezeichneten Pädagogischen Lesungen.

Diese Sammlung der BBF enthält die zentral prämierten Pädagogischen Lesungen aus der Zeit von 1961 bis 1989. Die Arbeiten wurden von Lehrkräften für Lehrkräfte erstellt. Sie dienten dem Erfahrungsaustausch und wurden gleichzeitig als eine gute Möglichkeit gesehen, Praktikerinnen und Praktiker in die pädagogische Forschung miteinzubeziehen. Die Erarbeitung und Verbreitung der Pädagogischen Lesungen sollte die Weiterentwicklung der sozialistischen Bildungs- und Erziehungsarbeit fördern. Vorwärtsweisende und verallgemeinerungswerte gute Erfahrungen des Unterrichtens sollten einem großen Kreis von Kolleginnen und Kollegen zugänglich gemacht werden. Die Pädagogischen Lesungen wurden vielfach in Weiterbildungskursen verwendet.

Auf den jährlich stattfindenden Tagen der Pädagogischen Lesungen wurden die besten Lesungen öffentlich vorgetragen und verteidigt.

In der Vorgängereinrichtung der BBF, der Pädagogischen Zentralbibliothek, wurden sie vollständig gesammelt und kamen so in den Bestand der BBF. Einzelne pädagogische Lesungen wurden zusätzlich von den Bezirkskabinetten für Weiterbildung der Lehrer und Erzieher als Manuskript gedruckt und veröffentlicht.

Die Sammlung ist vollständig im Bibliothekskatalog verzeichnet. Die Titel können über die Eingabe der Signatur „PL“ gefunden werden.

Die Benutzung ist nur vor Ort möglich. Einzelne Titel können auch über die Fernleihe zur Ansicht in den Lesesaal der bestellenden Bibliothek angefordert werden. Die ausgezeichneten Lesungen wurden im Ormig-Verfahren, d.h. durch abfärbende Matrizen hektografisch vervielfältigt, weshalb sie sehr lichtempflindlich sind. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustands ist das selbständige Anfertigen von Fotokopien vor Ort nur nach Einzelfallprüfung möglich. Kostenpflichtige Scans können in der Regel angefertigt werden.

zuletzt verändert: 14.06.2017