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Erschließung des wissenschaftlichen Nachlasses von Robert Alt

Erschließung des wissenschaftlichen Nachlasses von Robert Alt

Im Rahmen des Projektes des Förderkreises Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung e.V. wird der Nachlass des DDR-Bildungshistorikers und Erziehungswissenschaftlers Robert Alt (1905–1978) im BBF-Archiv archivfachlich erschlossen.

Projektbeschreibung

Robert Alt (1905–1978) war ein Schulpolitiker, Erziehungswissenschaftler und Bildungshistoriker in der DDR. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner antifaschistischen Haltung war er von 1941 bis 1945 in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Er war einer der wenigen Überlebenden des britischen Fliegerangriff auf den Luxusdampfer „Cap Arcona“ im Mai 1945, auf dem sich mehr als 4.600 Flüchtlinge, vor allem KZ-Häftlinge, befanden. 1946 wurde Robert Alt zunächst Professor für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Berlin, dann arbeitete und lehrte er an der Pädagogischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Dekan er von 1958 bis 1961 war. Von 1963 bis 1970 leitete er die „Arbeitsstelle für Erziehungs- und Schulgeschichte“ an der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, deren Mitglied er seit 1960 war. Mit Gründung der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR (APW) im Jahr 1970 wurde Alt auch deren Mitglied.

Beispiele seiner wissenschaftlichen Arbeiten sind der „Bilderatlas zur Schul- und Erziehungsgeschichte“, dessen zwei Bände 1960 und 1965 im Verlag Volk und Wissen erschienen, und seine letzte Publikation von 1978 „Das Bildungsmonopol“.

Der Nachlass von Robert Alt umfasst 12 laufende Meter, die in 141 Mappen und 14 Karteikästen grob vorgeordnet sind.

Finanzierung

Das Projekt wird aus Mitteln des Förderkreis Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung e.V. gefördert

Projektleitung

Projektteam

  • Dr. Ursula Basikow

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
01/ 2019 – 12/2020
Kontakt: Bettina Reimers
zuletzt verändert: 20.08.2019