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Unterlagen der Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen

Unterlagen der Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen

Der Bestand umfasst die Personalunterlagen von Lehrerinnen und Lehrern Preußens sowie weitere Unterlagen der Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen im Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung (BIL), die 1997 an das Archiv der BBF übergeben wurden.

Die Bestände der Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen gehen auf die „Königlich Preußische Auskunftsstelle für Lehrbücher des höheren Unterrichtswesens“ in Berlin zurück, die 1889 gegründet und 1913 in die „Staatliche Auskunftsstelle für Schulwesen“ umgewandelt wurde. Ab 1936 war sie „Reichsstelle für Schulwesen“, ab 1946 „Hauptstelle für Erziehungs- und Schulwesen“ und seit 1967 „Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen im Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung (BIL)".

Die Unterlagen wurden 1997 an die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung übergeben. Sie haben einen Gesamtumfang von ca. 310 laufenden Metern. Enthalten sind unter anderem eine Volksschullehrerkartei sowie Sammlungen der Personalbögen und -karten der Lehrer und Lehrerinnen an den höheren Schulen Preußens sowie  Schriftgut der Gutachterstelle und ihrer Vorgängereinrichtungen. Darüber hinaus sind wissenschaftliche Abschlussarbeiten des Instituts für Lehrerbildung „Clara Zetkin“ Berlin, Schulakten von Privatschulen, die geschlossen wurden, Statistiken über Volksschulen, Mittelschulen, höhere Schulen sowie Schulbuchmeldungen überliefert.

Thematisch wird der Bestand durch Jahresberichte der preußischen höheren Schulen ergänzt.

Der Bestand ist vollständig erschlossen und online recherchierbar.

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Personalkarten der Volksschullehrer und Volksschullehrerinnen Preußens

Die Volksschullehrerkartei wurde 1932 angelegt. Sie umfasst rund 137.000 Karten – geordnet nach Regierungsbezirken und Geburtsdaten der Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer.

Die Vorderseiten der Karteikarten im Format DIN A5 wurden in der Regel von der Lehrerin bzw. dem Lehrer eigenhändig ausgefüllt. Sie enthalten Angaben über die Lehrerprüfungen, über das Anstellungsverhältnis und über die Einsatzorte. Auf der Rückseite finden sich lediglich Hinweise zum Ausfüllen der Kartei. Die Karten für Lehrer sind blau, die für Lehrerinnen rosa.

Auf vielen Karten wurden später ergänzende Informationen eingetragen, zum Beispiel das Sterbedatum, das Datum der Entlassung aus dem Schuldienst oder das Eintrittsdatum in den Ruhestand. Die Angaben beziehen sich zumeist auf Meldungen der amtlichen Schulblätter für die jeweiligen Regierungsbezirke.

Die Volksschullehrerkartei wurde vollständig digitalisiert. Die Digitalisate sind in der Archivdatenbank verlinkt und darüber direkt frei aufrufbar.

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Personalbögen und Personalkarten der Lehrer und Lehrerinnen an höheren Schulen Preußens

Der Bestand Personalbögen und Personalkarten der Lehrer und Lehrerinnen an höheren Schulen Preußens (GUT PERS) umfasst ca. 52.000 zwei- bzw. vierseitige Personalbögen, meist im Folio-Format. Die Bögen wurden von der Lehrerin bzw. vom Lehrer ausgefüllt und enthalten Angaben zum Werdegang (Reifeprüfung, Universitätsstudium, Lehramtsprüfungen, Seminarjahr und Vorbereitungsjahr), Angaben über das Anstellungsverhältnis, über akademische Titel und über die amtlichen Stellungen sowie über das Militärverhältnis, den Familienstand und über wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Ein Stichtag, ab wann die Gymnasiallehrerinnen und -lehrer verpflichtet waren, einen Personalbogen auszufüllen, ist nicht belegt. Fest steht nur, dass der Zeitpunkt nach der Reichsgründung 1871 war. Schwerpunktmäßig sind Personalbögen für Lehrinnen und Lehrer mit Geburtsdaten nach Mitte des 19. Jahrhunderts überliefert.

Die Personalkartei aller Lehrerinnen und Lehrer der höheren Schulen Preußens mit einem Umfang von ca. 70.000 Karten enthält –  über die in den Personalbögen erfassten Personen hinaus –  die Namen von Assessorinnen und Assessoren, die zwar die Pädagogische Prüfung abgelegt haben, aber nicht in den Schuldienst eingetreten sind. Außerdem enthält sie gelegentlich Hinweise auf Lehrerinnen und Lehrer, die während des Dritten Reiches vom Nationalsozialistischen Regime  entlassen worden sind, und für die kein Personalbogen mehr vorhanden ist.

Die Personalbögen und Personalkarten wurden vollständig digitalisiert. Die Digitalisate sind in der Archivdatenbank verlinkt und darüber direkt frei aufrufbar.

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 Assessorenarbeiten

Der Bestand GUT ASS enthält Prüfungsarbeiten von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern für das Lehramt an höheren Schulen aus den Jahren 1904 bis 1939. Er hat einen Umfang von ca. 25 laufenden Metern. Die Prüfungsarbeiten sind in der Archivdatenbank nach Fächern  geordnet verzeichnet. Eine Recherche nach Themen, Verfassern und Entstehungsort ist möglich.

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 Privatschulakten

Der Bestand der Privatschulakten (GUT PRIVAT) mit einem Umfang von 36 laufenden Metern umfasst Schulakten von Privatschulen, die geschlossen wurden, vornehmlich aus den preußischen Provinzen. Zudem sind Seminarpläne, Schülerverzeichnisse und Prüfungsunterlagen aus den Jahren 1874 bis 1942 überliefert.

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Sammlungsgut

Unter dem Bestandskürzel GUT SAMML werden vor allem Statistiken und Verzeichnisse über Volksschulen, Mittelschulen, Hauptschulen, höhere Schulen sowie Berufsausbildungsstätten zusammengefasst. Des Weiteren sind auch Lehrerverzeichnisse, Unterlagen über Lehrerbildungsanstalten und Schulbuchmeldungen überliefert.

Der Bestand datiert aus den Jahren 1850 bis 1960 und umfasst ca. 80 laufende Meter.

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zuletzt verändert: 08.06.2017