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Nachlass Berthold Otto

Nachlass Berthold Otto

Der Nachlass von Berthold Otto (1859–1933), Reformpädagoge, Herausgeber der Wochenschrift „Der Hauslehrer“ und Gründer der Hauslehrerschule in Berlin-Lichterfelde, enthält neben seinem persönlichen Nachlass auch Materialien aus der praktischen Arbeit der von ihm geleiteten Versuchsschule.

Der Nachlass Berthold Ottos gelangte im September 1998 – mit Ergänzungen im September 2000 – als Schenkung der Berthold-Otto-Schule in Berlin-Lichterfelde in das Archiv der BBF.

Der Bestand setzt sich aus dem persönlichen Nachlass Berthold Ottos, dem Schularchiv der Berthold-Otto-Schule mit Unterlagen seit deren Gründung 1906 bis ins Jahr 1933 zusammen sowie einem aus beiden Beständen zusammengefügten Bildbestand. Er hat einen Umfang von ca. 14 laufenden Metern und enthält Materialien aus der Zeit zwischen 1855 und 1990.

Der Bestand ist vollständig erschlossen und über die Archivdatenbank recherchierbar.

Zur Recherche

 

Persönlicher Nachlass Berthold Ottos

Der Nachlass von Berthold Otto umfasst neben Lebensdokumenten von ihm und weiteren Familienmitgliedern eine umfangreiche Korrespondenz des Pädagogen mit Privatpersonen und Verlagen. Des Weiteren sind auch zahlreiche Manuskripte erhalten, u. a. für die Zeitschriften „Der Hauslehrer“ und „Deutscher Volksgeist“ und zu seinem Hauptwerk „Der Zukunftsstaat als sozialistische Monarchie“. Ergänzend enthält der Nachlass Arbeitsmaterialien für den praktischen Unterricht und Sammlungen zu Vereinen und Institutionen, in denen sich Berthold Otto engagierte, oder die zur Wahrung seiner pädagogischen Ideen gegründet wurden.

Schularchiv der Berthold-Otto-Schule

Die Berthold-Otto-Schule wurde 1906 zunächst als Hauslehrerschule in der Wohnung der Familie Otto in der Dürerstraße in Berlin gegründet. 1907 erhielt sie die behördliche Genehmigung durch das Preußische Kultusministerium. Auch nach dem Umzug der privaten „Hauslehrerschule“ in die Holbeinstraße, wo sich noch heute die Berthold-Otto-Schule befindet, übernahm Otto die Aufgaben als Leiter und unterrichtete weiterhin auf Grundlage seiner pädagogischen Anschauungen. Im Jahr 1930 wurde die Schule zu Ehren ihres Gründers umbenannt. 1997 erhielt die Privatschule die staatliche Anerkennung und trägt seither den Titel Staatlich anerkannte Privatschule nach der Pädagogik Berthold Ottos – Grund- und Hauptschule.

Das Schularchiv der Berthold-Otto-Schule bildet vornehmlich den Schulalltag der Jahre zwischen 1906 und 1933 ab. Überliefert sind neben Schülerlisten und Zeugnissen auch verschiedene Schülerarbeiten. Insbesondere die Unterrichtsprotokolle und Briefe seiner zahlreichen Hospitantinnen und Hospitanten, wie damals die unbezahlten Praktikantinnen und Praktikanten genannt wurden, erlauben aufschlussreiche Einblicke in die Pädagogik Berthold Ottos.

Bildbestand

Der umfangreiche Bildbestand mit mehr als 1.400 Fotografien enthält unter anderem Privat- und Familienbildnisse sowie Aufnahmen der Schulpraxis in der Berthold-Otto-Schule. Hinzu kommen zahlreiche Porträts von anderen Personen sowie Abbildungen von Orten und Gebäuden. Die überlieferten Fotografien von Unterrichtsszenen in der Berthold-Otto-Schule eröffnen Einblicke in das Bildungskonzept von Berthold Otto und seine Unterrichtspraxis.

Der Bildbestand zum Nachlass Berthold Ottos und zur Berthold-Otto-Schule ist vollständig erschlossen und über die Archivdatenbank recherchierbar.

zuletzt verändert: 20.05.2017