Stipendienprogramm

Das Stipendienprogramm der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

Als historisches Forschungsinstitut widmet sich die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) der deutschen Bildungsgeschichte und ihren internationalen Bezügen. Insbesondere sozial- und kulturgeschichtliche Fragestellungen zur Geschichte der Schule und anderer Bildungsinstitutionen im 19. und 20. Jahrhundert und zur Geschichte der pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Diskurse bzw. ihrer epistemologischen Voraussetzungen stehen im Fokus.

Die BBF stellt mit ihren bibliothekarischen und archivarischen Sammlungen eine umfangreiche wissenschaftliche Infrastruktur für bildungshistorische Forschungsprojekte zur Verfügung. Dabei versteht sie sich als ein Forum der international ausgerichteten wissenschaftlichen Diskussion und will als Plattform für Austausch und Networking dienen.

Eines unserer zentralen Anliegen ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Historischen Bildungsforschung. Aus diesem Grund vergibt die BBF an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die mit den Bibliotheks- und/oder Archivbeständen der BBF arbeiten bzw. diese für seine Forschungsarbeiten benötigen, Stipendien für einen Forschungsaufenthalt in Berlin.

Was wir Ihnen bieten:

An unserem Institut haben Sie die Möglichkeit, in der Wissenschaftsstadt Berlin in angenehmer Arbeitsatmosphäre mit eigenem Arbeitsplatz von unseren umfangreichen Bibliotheksbeständen und Archivmaterialien zur deutschen Bildungsgeschichte zu profitieren. Dabei werden Sie von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter persönlich betreut und in Ihren wissenschaftlichen Belangen unterstützt. Auch in organisatorischen Fragen, etwa was Unterkunft betrifft, helfen wir Ihnen gerne weiter. Außerdem besteht über die Kooperation zwischen der BBF und der Humboldt-Universität zu Berlin die Möglichkeit, Ihre Arbeit auch in diesem Rahmen vorzustellen.

Um das Stipendium flexibel an Ihre Bedürfnisse anzupassen, richtet sich die Dauer und Dotierung des Stipendiums nach Umfang und Art des wissenschaftlichen Vorhabens. Bitte schlagen Sie uns einen Zeitraum von bis zu drei Monaten vor, der Ihnen angemessen erscheint. Sofern Sie kein Vollstipendium benötigen, ist es auch möglich, ein Teilstipendium für einen Zeitraum von maximal drei Monaten zu beantragen.

Sie können aber auch lediglich Reisekosten für einen bestimmten Zeitraum beantragen, wenn Sie häufiger nach Berlin fahren, aber hier nicht wohnen möchten.

Die Höhe der finanziellen Unterstützung beträgt für bis zu drei Monate monatlich maximal:

Stipendium 1000 €/Monat
Sachmittel 50 €/Monat

Wer kann sich bewerben?

Um sich für ein Stipendium der BBF bewerben zu können, müssen Sie über eine wissenschaftliche Qualifikation verfügen und am besten bereits wissenschaftliche Leistungen in unserem Schwerpunktbereich erbracht haben. Das Stipendienprogramm richtet sich gezielt an Doktorandinnen/Doktoranden sowie an promovierte Wissenschaftler/-innen. In Ausnahmefällen werden auch Studierende zugelassen, die sich in der Endphase ihres Studiums befinden und für ihre Abschlussarbeit auf die umfangreichen Sammlungen unseres Instituts zurückgreifen wollen. Teil des Stipendiums sind ein Bericht und ein öffentlicher Vortrag, den Sie am Ende Ihres Aufenthaltes in der BBF einreichen bzw. halten. Weiterhin verpflichten Sie sich mit Annahme des Stipendiums, Ihre Arbeitskraft auf das Projekt zu konzentrieren und uns sofort darüber zu informieren, falls das geförderte Forschungsvorhaben nicht mehr oder nicht mehr in der geplanten Form durchgeführt werden kann.

Die Entscheidung über die Vergabe fällt eine Auswahlkommission, der auch externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören. Gründe für die Vergabe oder Ablehnung werden nicht mitgeteilt. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung eines Stipendiums besteht nicht.

Interesse? Dann laden Sie hier das Antragsformular herunter:

Bitte fügen Sie dem ausgefüllten Antragsformular bei:

  • einen tabellarischen Lebenslauf
  • ein Gutachten der/des akademischen Betreuerin/Betreuers
  • eine Liste Ihrer (wissenschaftlichen) Publikationen
  • Kopien von Hochschulzeugnissen und von Urkunden über die Verleihung akademischer Grade
  • eine ausführliche Darstellung des Vorhabens in deutscher oder englischer Sprache (drei bis vier Seiten) mit Begründung und Zielsetzung des geplanten Vorhabens, Erläuterung der Vorgehensweise und Methode, Darlegung der aus den Beständen der BBF zu verwendenden Quellen, bereits geleisteten Vorarbeiten und gegebenenfalls Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Wissenschaftler/-innen

Termine:

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bis 31. März für ein Stipendium im Zeitraum zwischen Juli und Dezember des selben Jahres, und bis 30. September für ein Stipendium zwischen Januar und Juni des folgenden Jahres eingereicht werden.

 

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung möglichst in elektronischer Form an:

Prof. Dr. Sabine Reh (bbfstipendium[at]dipf.de), Direktorin der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF, Warschauer Straße 34–38, D–10243 Berlin. Bei Fragen können Sie sich gerne an Dr. Joachim Scholz (E-Mail: scholz[at]dipf, Tel. +49 (0) 30.293360-673) wenden.