Call for Papers »19. Symposium of School Museums and Collections of Educational History«

Für das englischsprachige »19. Symposium of School Museums and Collections of Educational History« mit dem Thema »Sammlungen zur Bildungsgeschichte erkunden« vom 28.6.2023 bis 30.6.2023 in der BBF verlängern wir wegen unserer technischen Probleme die Frist zur Beiträgseinreichung. +++ Neue Frist: Sonntag, 15. Januar 2023.

Beim 19. Symposium of School Museums and Collections of Educational History sollen Sammlungen in ihrer Materialität und ihrer Geschichte vorgestellt, Potenziale für die interdisziplinäre historische Forschung aufgezeigt sowie sammlungsspezifische Forschung und ihre Ergebnisse thematisiert werden.

Mit der Herausbildung des modernen Schulwesens im 19. Jahrhundert wurden in vielen Ländern pädagogische Sammlungen gegründet. Zunächst war ihr Zweck als Lehrerbibliotheken, Schulmuseen und Lehrmittelsammlungen ganz praktisch, Lehrer*innen zu unterstützen und zu einer Professionalisierung von Unterricht und Schule beizutragen. Die stetig wachsenden und am jeweiligen Bedarf der Zeit orientierten Sammlungen haben sich in die verschiedenen Sparten der Gedächtnisinstitutionen ausdifferenziert. Viele der heute bestehenden bildungshistorischen Museen, Bibliotheken und Archive in öffentlicher Hand gehen auf verbandliche oder private Initiativen zurück. 

Die folgenden Beispiele illustrieren sowohl die Parallelen in der historischen Entwicklung als auch die Diversität internationaler bildungshistorischer Sammlungen. So geht das französische Musée Nationale de l'éducation – MUNAÉ auf eine Gründung von 1879 zurück. Das Národní pedagogické muzeum a knihovna J. A. Komenského in Prag wurde 1892 gegründet und ist heute Schulmuseum und Bibliothek. 1887 wurde das Dansk Skolemuseum gegründet. Seine Sammlung wurde 2017 in die dänische Nationalbibliothek eingegliedert und große Teile seiner Bestände stehen digital zur Verfügung. Das auf 1875 zurückgehende Pestalozzianum in Zürich beherbergt als Bibliothek und Archiv eine bedeutende Schweizer Sammlung zur Bildungsgeschichte. Die BBF in Berlin, die im Jahr 1876 als Deutsches Schulmuseum gegründet wurde und sich in ihrer wechselvollen Geschichte von ihren museumsspezifischen Objekten getrennt hat, verfügt heute über die größte deutsche bildungshistorische Sammlung von Bibliotheks- und Archivgut.

Was im Prozess der Ausdifferenzierung der Sammlungen den praktischen Anforderungen und wohl auch den jeweiligen nationalen, politischen sowie institutionellen Rahmenbedingungen geschuldet war, führte nicht selten zu einer fragmentierten Überlieferung. Aufgrund der technischen Entwicklung und der Digitalisierung bieten sich nun vielfältige Möglichkeiten, die bildungshistorische Überlieferung besser sichtbar zu machen, sie in ihren überregionalen und transnationalen Bezügen zu verstehen, ihren ursprünglichen Zusammenhang virtuell zu rekonstruieren und sie für die Forschung und die Entwicklung von Bildungsangebote zugänglich zu machen.


Es werden daher Beiträge zu folgenden Themen erbeten:

  • Regionale/nationale Überlieferung zur Bildungsgeschichte
  • Ausbau von Sammlungen und Fortschreibung von Sammlungsprofilen (z.B. Erweiterung der Sammlungen, Kriterien Zeiten/Regionen, Herkunft der Objekte/Medien)
  • Sammlungsbezogene Forschungsprojekte (z.B. Provenienzforschung, Nutzung der Sammlungen durch Lehrer*innen oder Forschung, Aufbereitung für die Forschung)
  • Sammlungspräsentation (z.B. Präsentationsformen, notwendige Aufbereitung der Objekte; inhaltliche Konzeption von Magazin und Präsentation)
  • Öffnung von Sammlungen für Forschung und Citizen Science (z.B. Transliterationen und Erschließung im Kontext von Citizen Science, digitale/physische Bereitstellung von Sammlungen, Annahme der Angebote durch die Forschung, Gewährleistung der Qualität/Verlässlichkeit von gewonnenen Daten)
  • Digitale Sichtbarkeit von Sammlungen und ihre Einbindung in transnationale Infrastrukturen (z.B. digitale Präsentationsformen, Umfang/Vollständigkeit der Präsentation, Projekte, Herausforderungen, Zugänglichmachung der Sammlungen über nationale oder transnationale Portale wie die Europeana.

Einreichungen:

Die Tagungssprache ist englisch. Für die Vorträge von 20 Minuten Länge zuzüglich 10 Minuten Diskussion werden Abstracts, ebenfalls in englischer Sprache, bis zum Freitag, 16. Dezember 2022, mit folgenden Informationen erbeten:

  • Namen, die Institution und die (beruflichen) Kontaktdaten der Autor*innen
  • Titel des Vortrags
  • Drei Schlagworte
  • Abstract (max. 400 Wörter) mit folgenden Informationen:
    • Thema (ggf. zeitlich-räumlicher Fokus, theoretischer Bezugsrahmen, Thesen)
    • Bezug zum Tagungsthema
    • Diskussionspunkte
    • Referenzen

Kontakt und Einreichungen:

Dr. Stefanie Kollmann

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Wichtige Daten

15.01.2023 Frist für die Einreichung von Vorschlägen

30.01.2023 Benachrichtigung der Autor*innen über die Annahme

13.02.2023 Konferenzprogramm finalisiert

28.6.2023-30.6.2023  19. Symposium der Schulmuseen und Sammlungen zur Bildungsgeschichte, BBF