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Call for Papers: Virtueller Workshop „Das Bild in Bilderbüchern — Seine Geschichte und pädagogische Bedeutung in transnationaler Perspektive“

Call for Papers: Virtueller Workshop „Das Bild in Bilderbüchern — Seine Geschichte und pädagogische Bedeutung in transnationaler Perspektive“

Für den virtuellen Workshop am 6. und 7. Mai 2021 zur Geschichte und pädagogischen Bedeutung des Bildes in Bilderbüchern erbittet die BBF Beitragsvorschläge. +++ Einreichungsfrist: Sonntag, 31. Januar 2021

Der 4. Workshop aus der Reihe „PICTURA paedagogica: Pädagogisches Wissen in Bildern" widmet sich Bilderbuchillustrationen. Es sollen die für Kinder gestalteten Abbildungen in diesen besonderen Büchern im Hinblick auf ihre Geschichte, ihre charakteristischen Formen und deren Wandel, als Medium zur Wissensvermittlung untersucht werden. Letztendlich geht es um ihre Bedeutung für die Ausbildung von Literacy, also der  Fähigkeit, die Welt und deren Repräsentationen zu verstehen.

Bilderbücher gelten heute als zentral für die Entwicklung des kindlichen Vermögens, die Welt zu verstehen und sie sich zugänglich zu machen. Als die ersten Bücher, die ihnen vorgelesen und erklärt werden, führen sie Kindern überhaupt in die Welt und ihre kulturellen Repräsentationen ein. Gleichzeitig ist ihre Verbreitung und Nutzung in historischer Perspektive nicht auf alle Bevölkerungsgruppen gleich verteilt und nicht alle nutzen sie; so zeigen etwa Ergebnisse der im Oktober 2020 veröffentlichten Studie der „Stiftung Lesen“, dass 32 % der Eltern in Deutschland ihren Kindern kaum vorlesen. Gerade Bilder und damit auch Bilderbücher scheinen auf den ersten Blick eine weniger starke kulturelle Verortung und auch eine weniger starke Bindung an Sprache aufzuweisen – viel allerdings weist in historischer und transnationaler Perspektive aber darauf hin, dass das so einfach nicht zutrifft.

Die ersten – meist religiösen – Buchillustrationen fanden sich in Europa und in Nordamerika vor allem in Bibeln oder in Andachtsliteratur. Den Anfang des illustrierten Kinder(sach)bilderbuchs bildete das berühmte „Orbis sensualium pictus“ (=Die sichtbare Welt) des Tschechen Johann Amos Comenius, erstmals erschienen 1658, an dem sich die vielen folgenden und in unterschiedlichen nationalen und kulturellen Kontexten entstehenden Kinderbilderbücher orientierten. „A Little Pretty Pocket-Book“ von John Newbery aus dem Jahr 1744 gilt als das früheste illustrierte englische Geschichtenbuch für Kinder. Ende des 18. Jahrhunderts begann Friedrich Justin Bertuch mit der Herausgabe seines „Bilderbuch[s] für Kinder“. Es entstand in vielen verschiedenen Sprachen und wurde an unterschiedlichen Orten veröffentlicht. Er bezeichnete darin nicht nur das Bilderbuch bereits als "unverzichtbar" für die Kindererziehung, sondern wies auch darauf hin, dass sich das Kinderauge noch in der Entwicklung befände und die Illustrationen dies berücksichtigen sollten.

Geplante Themenschwerpunkte des Workshops

Beitragsvorschläge zu folgenden Themen sind denkbar:

  • Periodisierungen in der (transnationalen) Geschichte der Bilderbücher, ihrer Illustrationen, ihres Charakters und ihrer Inhalte
  • (Transnationale) Geschichte der Akteur*innen rund um die Bilder des Bilderbuchs: Illustrator*innen, Verleger*innen, Pädagog*innen und Sammler*innen
  • Verbreitung und Nutzung von Bilderbüchern in verschiedenen Zeiten und Räumen
  • Technische, ökonomische und soziale Produktionsbedingungen von Bilderbüchern und ihre kulturellen und historischen Besonderheiten und Veränderungen
  • Geschichte des Wissenschaftliches Wissen und der Forschung zu Bildern und Bilderbüchern

Einreichungsmodalitäten

Ihren Abstract und eine Kurzbiographie senden Sie bitte bis Sonntag, 31. Januar 2021, per E-Mail an Stefanie Kollmann ().

Der Workshop findet digital statt. Um genügend Raum für Diskussionen zu bieten, soll der Vortrag kurz (ca. 10 Min.) sein. Bitte fokussieren Sie Ihre Präsentation auf die Hauptpunkte.. Als Vorbereitung vorab erhalten alle Teilnehmenden zu jedem Vortag ein elektronisches Handout mit ausführlicheren Informationen. Dieser Text (5 bis 6 Seiten) muss bis Donnerstag, 15. April 2021, von Ihnen eingereicht werden. Nach dem Workshop werden die überarbeiteten Texte digital  im Open Access Repository peDOCS als Tagungsband veröffentlicht. 

Die Workshopsprache ist Englisch.     

Wichtige Termine

  • Sonntag, 31. Januar 2021: Einreichen von Vorschlägen
  • Montag, 15. Februar 2021: Mitteilung über die Annahme von Vorschlägen
  • Donnerstag, 1. April 2021: Veröffentlichung des Programms
  • Donnerstag, 15. April 2021: Einreichen eines Kurzpapiers
  • Donnerstag/Freitag, 6./7. Mai 2021: Workshop
  • Donnerstag, 1. Juli 2021: Einreichung der revidierten Beiträge für die digitale Publikation
  • Mittwoch, 1. September 2021: Veröffentlichung des elektronischen Tagungsbandes
zuletzt verändert: 15.12.2020