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Neuer Termin 18.6.2020: Tagung „30 Jahre danach – Der Runde Tisch Bildung: Ideen, Realitäten, Hoffnungen“

Neuer Termin 18.6.2020: Tagung „30 Jahre danach – Der Runde Tisch Bildung: Ideen, Realitäten, Hoffnungen“

Die BBF verschiebt die Tagung zum 30. Jahrestag des „Runden Tischs Bildung“ zur Neuordnung des Bildungswesens der Neuen Länder nach der Wende. Die BBF möchte damit die Gesundheitsbehörden bei der Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus durch den empfohlenen Verzicht auf überregionale Treffen unterstützen. +++ Der neue Termin ist Donnerstag, 18. Juni 2020.

2020 jähren sich zum 30sten Mal die Beratungen des „Zentralen Runden Tisches“ der DDR über die Ideen und Vorschläge der Arbeitsgruppe „Bildung, Erziehung und Jugend“ zur Umgestaltung des Bildungswesens nach der „Wende“. Dieses Jubiläum nimmt die BBF zum Anlass, zusammen mit einer Vorbereitungsgruppe von damals Beteiligten zu einer Tagung einzuladen.

Das 1990 dem „Zentralen Runden Tisch“ vorgelegte Positionspapier der Arbeitsgruppe, weitere Erklärungen und Anträge der verschiedenen oppositionellen Gruppen zu Fragen von Bildung und Schule und zu Rechten von Kindern und Jugendlichen stellten eine Art Abschluss der Arbeiten dieser Arbeitsgruppe dar. Themen, mit denen sich die Mitglieder des Runden Tisches und die oppositionellen Gruppen befassten, waren breit gestreut. Sie formulierten generelle Positionen zu einem demokratischen Bildungswesen, Chancengleichheit, Sicherung des Rechts auf lebenslange Bildung, auf soziale Geborgenheit und emotionale Zuwendung sowie die Achtung vor der Integrität der Persönlichkeit der Kinder. Auch die demokratische Mitbestimmung für Lernende wurde gefordert. Und schließlich fanden sich darunter sehr konkrete Forderungen zu ganz unterschiedlichen Einzelthemen, die offensichtlich an den Interessen vieler Menschen in der DDR ansetzten. Da ging es z.B. um den Erhalt von subventionierten Schulspeisungen, um die Sicherung des polytechnischen Unterrichts und um die zukünftige Jugendarbeit. Gefordert wurden aber auch die Rehabilitierung solcher Pädagog*innen, die auf Grund ihrer politischen Positionen in der DDR entlassen worden waren, und die Aufklärung der Verflechtungen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit mit dem Volksbildungsministerium.

Beteiligte des „Runden Tisches Bildung“ und der Umstrukturierung des Bildungswesens in der ehemaligen DDR werden gemeinsam mit Bildungshistoriker*innen, Erziehungswissenschaftler*innen und Zeithistoriker*innen ihre Erinnerungen vorstellen, analysieren und diskutieren. Dabei soll es weder um eine nostalgische Verklärung des Vergangenen gehen, noch darum, die Gegenwart an den damaligen Forderungen zu messen und zu kritisieren. Vielmehr soll der „Runde Tisch Bildung“ historisiert und in all seinen Facetten ausgelotet werden, z.B. werden die vertretenen oppositionellen Positionen und Netzwerke der Akteur*innen in den Blick genommen. Schließlich soll diskutiert werden, warum in einer „langen Wende“ welche bildungspolitischen Entscheidungen getroffen und wie in den Ländern die Bildungs­systeme gestaltet wurden.

Organisation und Leitung:

Prof. Dr. Sabine Reh (BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF, Berlin) und die Vorbereitungsgruppe „30 Jahre Runder Tisch Bildung“

Tagungsprogramm, Donnerstag, 18. Juni 2020 (Stand: 4.3.2020)

 

Anmeldung

Alle bisherigen Anmeldungen gelten selbstverständlich auch für den neuen Termin. Gerne können sich neue Interessent*innen auf die Warteliste setzen lassen, bitte schreiben Sie eine E-Mail an das Sekretariat der BBF (Christine Heinicke, ). Frei gewordene Plätze werden ab dem 1. April 2020 in der Reihenfolge der Meldung vergeben.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Podcast zum Thema

DIPFpodcast „Als Bildung in der DDR am runden Tisch verhandelt wurde“

zuletzt verändert: 31.03.2020