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Autorität und Prüfung im 20. Jahrhundert

Autorität und Prüfung im 20. Jahrhundert

Das Dissertationsprojekt „Autorität und Prüfung im 20. Jahrhundert. Zur Autorisierung und Legitimierung der Lehrerautorität in der Abiturprüfungspraxis“ untersucht Lehrerkommentare in Deutschabituraufsätzen auf Kontinuität und Wandel pädagogischer Autorität.

Projektbeschreibung

Üblicherweise wird davon ausgegangen, dass in schulischen Prüfungen, allemal in Abschlussprüfungen wie dem Abitur, festgestellt werden soll, ob und inwieweit ein bestimmter Wissensstand und Reifegrad von den Schülerinnen und Schülern erreicht wurde. Indem das konstatiert und beurteilt wird, findet eine Art „Autorisierung“ auf beiden Seiten statt: Den zu Prüfenden wird attestiert, dass sie reif sind und genügend können. Die Prüfenden müssen sich selbst legitimieren als diejenigen, die beurteilen können, ob das erreicht wurde, was erreicht werden soll.

Im 20. Jahrhundert kommt es gerade nach den zwei Weltkriegen zu gesellschaftlichen und politischen Transformationen, in deren Zuge sich – so wird vermutet – auch Formation und Legitimation der pädagogischen Autorität wandeln. Im Fokus der bildungshistorischen Dissertation steht die Untersuchung der möglichen Veränderungen pädagogischer Autorität anhand der Lehrerbeurteilungen der Deutsch-Reifeprüfungsaufsätze.

Gerade die deutschen Abituraufsätze eignen sich in besonderer Weise für eine solche Untersuchung, da dem deutschen Reifeprüfungsaufsatz schon von Beginn seiner Einführung an für die Feststellung der allgemeinen Reife der Schüler/-innen eine zentrale Bedeutung beigemessen wurde. Als Quellengrundlage dient u.a. das im Projekt „Abiturprüfungspraxis und Abituraufsatz 1882 bis 1972“ erstellte Korpus.

Finanzierung

Die Dissertation findet im Rahmen des Drittmittelprojekts „Abiturprüfungspraxis und Abituraufsatz 1882 bis 1972“ statt.

Qualifikant/-in

Projektdaten

Projektart: Qualifikationsprojekt
Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
09/2016 –08/2019
Forschungsfeld: Historische Praxis von Schule, Unterricht und Erziehung
Kontakt: Pia Rojahn
zuletzt verändert: 20.07.2017