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BBF bei der Lange Nacht der Wissenschaften

BBF bei der Lange Nacht der Wissenschaften

Gemeinsam mit sieben weiteren Leibniz-Instituten nimmt die BBF auch in diesem Jahr wieder im Haus der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte an der Langen Nacht der Wissenschaften am Samstag, 24. Juni 2017, teil.

Von 17 bis 24 Uhr gibt die BBF im Haus der Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin (U-Bahn-Station Naturkundemuseum) Einblicke in ihre vielfältigen Forschungsarbeiten, Serviceangebote und Bestände:

Möchten Sie mit uns bildungshistorische Quellen kennen und entziffern lernen, erfahren wie aus Büchern Bits werden, und welche digitalen Angebote wir dazu haben? Möchten Sie in die Anfänge der Frühförderung und des Kindergartens eintauchen und sich am Fröbelschen Papierflechten und –falten erproben? Wissen Sie, was Martin Luther mit der modernen Schule zu tun hat? Kommen Sie vorbei!

PROGRAMM

Mitmach- und Informationsstände

Im Erdgeschoss, 17:00 – 24:00 Uhr

Lesewerkstatt „Sütterlin und Co.“

Ältere Quellen zur Bildungsgeschichte liegen häufig nur handschriftlich vor. Sie zu transkribieren fällt Ihnen schwer? Bei uns bekommen Sie einen Schnelleinstieg in das Lesen alter deutscher Schreibschriften. Wir vermitteln Ihnen Techniken und geben Tipps zum selbstständigen Lesen. Als Beispiele dienen Materialien aus unseren Archiv- und Bibliotheksbeständen: vom Kinderbuch in Sütterlinschreibschrift bis zu historischen Abituraufsätzen.

Für Kinder gibt es Leseübungen in den alten deutschen Druckschriften.

Wer kann Uromas Briefe noch entziffern?

Testen Sie Ihre Kenntnisse der alten deutschen Schreibschriften: Aus unseren Archiv- und Bibliotheksbeständen haben wir Auszüge aus Originaldokumenten verschiedener Zeiten für Sie ausgewählt. Die Schriften sind unterschiedlich schwer zu entziffern. Von sauberer und recht leicht lesbarer Sütterlinschrift bis zur typischen Doktorenhandschrift.

Wer die Abschlussprüfung besteht, wird belohnt.

Fröbelsches Papierfalten und -flechten

Wer möchte mit uns das Fröbelsche Salzfass, heute als „Schnapper“ oder „Himmel und Hölle“ bekannt, ein Schiff oder einen Frosch falten, wer sein eigenes Lesezeichen entwerfen und dann flechten? Die Älteren wollen vielleicht auch wissen, warum wir es „Fröbelsches“ Papierfalten und -flechten genannt haben, und was für ein Bildungskonzept dahintersteckt? Mehr dazu erfahren Sie am Stand!

 „PPO-Fehlersuche“ – das Bilderratespiel

Wir stellen Originale alter Buchillustrationen und andere Bilder aus unserer Datenbank Pictura Paedagogica Online (PPO) Kopien gegenüber, bei denen einzelne Elemente geändert wurden. Wer schaut genau hin und findet alle Fehler?Es winken Gewinne!

PPO ist ein Bildarchiv mit fast 70.000 Bildern zur Bildungsgeschichte, das laufend erweitert wird und das die BBF kostenfrei über das Internet zur Verfügung stellt. Gerne zeigen wir Ihnen nach dem Spiel, was Sie darin noch Spannendes und Lehrreiches finden.

Bildungsgeschichte digital: die digitalen Text- und Bildarchive der BBF

Erfahren Sie, was Sie in den frei zugänglichen Internetangeboten der BBF Scripta Paedagogica Online (SPO) und Pictura Paedagogica Onlin (PPO) mit mehr als einer Million digitalisierten Textseiten und 70.000 Bildern finden und wie Sie die Archive nutzen können.

Geflüchtet – und was jetzt?

Wie sind Fragen der Bildung von Flüchtlingen in Deutschland eigentlich geregelt? Welche Bildungsangebote gibt es, wo findet man Übersichten, Adressen und unterstützende Materialien? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie beim Deutschen Bildungsserver (DBS). Wir recherchieren mit Ihnen, wenn Sie selbst betroffen sind, sich als Helfende oder einfach so informieren wollen.

Quiz-Rallye durch die Leibniz-Zentrale

Kinder und Junggebliebene raten sich in fünfzehn Fragen durch die Leibniz-Forschungswelt. Am Leibniz-Stand winkt eine Belohnung.
Start und Ziel am Leibniz-Stand

Vortragsprogramm

Im 1. Obergeschoss

18:00 Uhr: Von Büchern zu Bits – Warum und wie die BBF historische Bücher digitalisiert und ins Internet stellt

Raum 1.04, Dauer: 30 Min., auch für Kinder geeignet

Wie sahen Kinderbücher früher aus, welche Bilder, welche Geschichten haben sie enthalten? Antworten auf diese Fragen können dazu beitragen, die Geschichte der Kindheit und Erziehung besser zu verstehen. Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung digitalisiert ihre Sammlung historischer Kinderbücher, um sie für die Forschung und Öffentlichkeit leichter zugänglich zu machen. Der Vortrag zeigt, wie die Bücher aus dem Magazin ins Internet gelangen und wie sie heute als historische Quellen genutzt werden können.
Lars Müller, M.A.(LIS),
ist Informationsmanager an der BBF und für die technische Betreuung der Digitalisierungsprojekte zuständig.

20:15 Uhr: War Martin Luther der Vater der modernen Schule?

Raum 1.04, Dauer: 30 Min.

In pädagogischen Lehrbüchern gilt die Zeit der Aufklärung als der Beginn moderner Schulreformen. Schulische Innovationen wurden damals heiß diskutiert und vielerorts bereits modellhaft umgesetzt, weshalb das 18. Jahrhundert in der Forschung oft als das „pädagogische“ Jahrhundert bezeichnet wird, in dem sich unsere Vorstellungen von Pädagogik und gutem Unterricht herausgebildet haben. Stimmt das oder gab es Vorbilder, an denen sich die damaligen „Pioniere“ orientierten? Immer wieder stößt man hier auf den Reformator Martin Luther. War also er der Vater des modernen Schulunterrichts?
Dr. Joachim Scholz
ist Bildungshistoriker und Leiter des Forschungsbereichs der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF

21:45 Uhr: Zwischen Werderschem Markt und Warschauer Brücke. Die Vorläuferinnen der BBF und ihre historischen Standorte

Raum 1.06, Dauer: 30 Min.

Der Vortrag unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte der Berliner pädagogischen Bibliotheken – von der 1874 eröffneten Lehrmittelschau des Berliner Lehrervereins bis zur heutigen Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF. Besonderes Interesse gilt den Bibliotheksgebäuden und der Frage, wie unterschiedlich dadurch die Aufstellungbedingungen der Bestände waren. Am bekanntesten geworden sind das Lehrervereinshaus in der Alexanderstraße und sein späterer Nachfolger, das Haus des Lehrers mit dem farbenfrohen Wandbild von Walter Womacka.
Dr. Christian Kurzweg
ist Archivar am BBF-Archiv und betreut dort das Institutsarchiv der Trägereinrichtung der BBF, des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF).

Tickets

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 9 Euro, Familien-Ticket 27 Euro
(Es gelten die Eintrittspreise des Veranstalters der Langen Nacht der Wissenschaften)
Online-Tickets

Weitere Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften und Gesamtprogramm

Für eine Nacht in die Mitte Berlins – Flyer der Teilnehmer an der Langen Nacht der Wissenschaften in Mitte, Wedding, Moabit und Kreuzberg

zuletzt verändert: 21.06.2017