Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an August Straubel in Blankenburg v. 27.11.1851 (Marienthal)


F. an August Straubel in Blankenburg v. 27.11.1851 (Marienthal)
(BlM F 604, Mappe XXII, Geschäftstagebuch; Bl 14R-15V, Abschrift 8° 1 S., nicht F.s. Hand.)

Brief an HE Amtscopist Straubel.

Lieber August!
Zuvörderst sage ich Dir auf Deine Anfrage, daß
an eine Auswanderung nach Ame-
rika zunächst nicht zu denken ist; denn wenn Je-
mand Allem zuvor etwas davon wissen müßte,
so wäre es der HE. Amtscopist August Straubel und /
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nun magst Du Dich bei demselben selbst erkun-
digen, ob ihm etwas darüber bekannt gewor-
den ist. Das Lebensgewisse aber ist, daß wir
die massenhafte Herstellung der Spiele und
Beschäftigungsmittel, zugleich aber auch in grö-
ßerer Vollkommenheit, auf das Ernsteste be-
treiben müssen.
In dieser Beziehung wirst Du nun ersucht, alles das,
was bereits fertig vor Dir liegt, mit der näch-
sten [Post] die später fertig werdenden Kästen die und dann noch, was
fünfte u sechste Gabe aber mit der dann unmittelbar
abgehenden Fuhrpost uns dann zu überschicken
u dann noch, was etwa noch von der sechsten
Gabe, ganz namentlich aber von Bällen und Ball-
kästen, die jetzt sehr gesucht werden, so wie grüne
Gedritte, fertig werden sollten, uns dann zu
überschicken.
Wenn die Geldsendungen, noch vor dem Feste, nöthig
sind, so wirst Du es uns zur rechten Zeit schreiben.
Dich und Deine Mutter herzlich grüßend sage
ich Dir ein herzliches Lebewohl.
[Unterschrift fehlt]