Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Ernst Eckardt in Schweina v. 10.4.1851 (Marienthal)


F. an Ernst Eckardt in Schweina v. 10.4.1851 (Marienthal)
(BN Anh. 49, Abschrift 1 B 8° 1 S. Handschrift Luise Fröbel. Der Bogen enthält außerdem drei weitere Texte: Schenkungswidmung von Ernst Eckardt für Ernst August Reum, Brief Reums an Luise F. v. 26.8.1876, Briefnotiz Luise F.s v. 24.9.[1876]. - Der Vorgang ist so zu rekonstruieren: F. hat am 10.4.1851 an Eckardt geschrieben; Eckardt hat das Orig. zwischen 1851 und 1876 Reum geschenkt und mit einer Widmung versehen; am 26.8.1876 reagiert Reum auf eine Annonce Luise F.s und stellt den Brief zur Verfügung; Luise F. schreibt Widmung und F.-Brief ab und zwar auf dem Bogen, den sie von Reum erhalten hat und sendet das Orig. am 24.9.1876 zurück.)

a) Brief F.s (Abschrift)

Bildungsanstalt Marienthal
am 10en April 1851
Herrn Ernst Eckardt als 2en Vor-
steher der Gemeinde zu Schweina.
Auf Ihre freundliche so ebenem-
pfangene Zuschrift und Bekannt-
machung vom heutigen erkläre
ich, daß ich nicht allein sobald alles
von Ihnen gewünscht wird die
Bürgerrechtsgelder von 50 und 25 fl.
respective für mich und meine Ver-
lobte baar einzahlen werde, sondern
ich erkläre zugleich im Auftrag und
Namen der letzteren, daß sie sich noch
außerdem zu einem besonderen Ge-
schenkt von fünfundzwanzig Gul-
den versteht. Haben Sie nun die Ge-
fälligkeit, geehrter Herr, das Wei-
tere wie Ihre Zuschrift zusichert
zu besorgen.
Mit besonderem Dank für dieselbe
zeichne ich mich mit aller Achtung
        Ihren Ergebenen

Friedrich Fröbel.

b) Schenkungswidmung Eckardts:

Geschenkt
Meinem Guten Freund
Ernst August Reum
Lehrer zu Schweina
von
Ernst Eckardt.

c) Brief Reums:

Ihre Wohlgeboren,
Frau L. Fröbel,
Hamburg.

Gestern kam mir zufällig
ein Blatt der Gartenlaube
zu Hand, aus welchem ich ersah,
daß Ew. Wohlgeb. beabsichtigten,
in nächster Zeit die Correspondenz
Ihres sel. Herrn Gemahls herauszu-
geben. Da mir nun H. E. Eckardt
beiliegendes Briefchen vor längerer
Zeit schenkte, so will ich, da der
Inhalt Sie, hochverehrteste Frau,
noch besonders interessiren dürfte, /
[1R]
nicht unterlassen, Ihnen das-
selbe auf beliebige Zeit zu
übersenden.
      Mit vollkommenster Hochachtung

EAReum, Lehrer
Schweina, d. 26. August
1876.

d) Briefnotiz Luise Fröbels:

Brief am 24 Sept zurück geschickt.