Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Dr. Ludwig Storch in Gotha v. <11.4>.1849 (Gotha)


F. an Dr. Ludwig Storch in Gotha v. <11.4>.1849 (Gotha)
(BN Anh. 44, Bl 41, undat. Abschr. 1 Bl 4° 1 S. ohne Adressat, von fremder Hand. Adressat/Datierung: Vermerkt ist nachträglich rechts oben: „An Ludwig Storch 1849“. Genauere Datierung: F. wirkte 1849 bis Ende April in Dresden, dann Mai-Ende Oktober in Bad Liebenstein, ab 1.11. in Hamburg. Am 5.4./Gründonnerstag reiste er nach Bad Liebenstein, um dort über Ostern/8.9.April den Umzug bzw. Aufbau des neuen Ausbildungsinstituts vorzubereiten. F.s Brief an Luise Levin v. 12./13.4.1849 belegt weiter, daß F. sich [vermutlich ab 10.4] auf der Rückreise befand, am 12.4. in Leipzig war und am 13. in Dresden eintraf. Der vorliegende Brief nun spricht von der gerade erfolgten Ankunft mit der Bahn aus Eisenach in [Gotha] und der Weiterfahrt nach Dresden [über Leipzig] am nächsten Morgen. Der Hinweis auf Gotha ergibt sich neben dem Bahnnetz auch durch die angegebene gegenwärtige Adresse F.s bei „Frau Drescher“, Witwe des 1846 verstorbenen Drescher, der den ersten Kindergarten in Gotha gründete. F. schreibt also den kleinen Brief an Storch wohl am 11.4.1849 in Gotha.)

Verehrter Herr Doctor!
Soeben komme ich mit der Eisenacher Eisenbahn
hier an um morgen früh weiter nach
Dresden zu gehen. Zuförderst bringe ich
Ihnen Grüße recht herzlich von Frau Herold
sollten Sie nun geneigt seyn solche mit
ein paar schriftlichen Worten zu erwie-
dern, so müßte ich mir solche heut Abend
hierher zur gütigen Frau Drescher erbitten.-
Sehr freue ich mich hierdurch Gelegenheit zu
erhalten Ihnen meine besondere Hochachtung
versichern zu dürfen.
Ihr Ergebener
Friedrich Fröbel