Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Adolph Frankenberg in Dresden v. 25.9.1839 (Blankenburg)


F. an Adolph Frankenberg in Dresden v. 25.9.1839 (Blankenburg)
(BN 428, Bl 13, hier: 13V, dat. Entwurf 1 Bl 8°2/3 S., links abgeschnitten, vollständig gestrichen. Auf demselben Blatt, aber 13R Briefentwurf an Friederike Schmidt v. 25.9.1839, der auf 13V fortgeführt und beendet wird. Rekonstruktion des weggeschnittenen Textrands links in Klammer)

Blankenburg bey Rudolstadt am 25 Septbr 1839


Lieber Frankenberg.

[Deinen] l. Brief vom 22en d.M. habe ich gestern erhalten und mich dessen sehr erfreut[.]
[Als G]egengabe erhältst Du beykommend in Abschrift einen Zeitungsartikel aus
[Hana]u. Der darin benannte Lehrer ist Herr Hochstädter – Lehrer an der:
[Bürg]er- und Realschule und zugleich Vorsteher einer eigenen Pensionsanst: zu Frankfurt a/m.
[Nach] der Bestimmung des gesammten isr: Schulrathes daselbst , ist die[-]
[ser] nun schon seit 4 Wochen hier wo er von frühe Morgens bis Abends spät theils
[theore]tisch theils praktisch und in letzterer Beziehung wie unter meiner Leitung
[kleiner]e Übungen, so besonders auch in der Spiel- und Beschäftigungsanstalt selbst,
[(wo in] der Regel 40 Kinder oft einige mehr oft einige weniger gegenwärtig sind) – sich
[auf da]s Eingehendste und angelegentlichste mit dem Gegenst[an]de beschäft[igt]; es
[ist ein] sehr vorgebildeter, lieber eingehender junger Mann von 30 Jahren <und erfreu[-]>
[lich] reich an Erfahrung für sein Alter und besonders mit einem milden reinen Kinder[-]
[gemäß]en Sinn, so daß ich viel von ihm erwarte. Leider kann er nur noch 14 Tage
[wegen] seiner gesammten Stellung hier bleiben, dann kehrt er nach Frkfurt a/m zurück
[um do]rt im Geist und mit dem Zwecks des meines Strebens eine große Anstalt
[nach u] nach einzurichten eine Anstalt die auf 60 bis 80 Kinder in mehreren
[Abthei]lungen berechnet ist so daß ihm bey ihrer Ausführung zwey Gehülfen und 2
[Gehülf]innen erziehend und kinderführend zur Seite stehen werden. Man hat
[den ers]ten Kostenanschlag gegen 3000 Fl gemacht. Mit den 15 8br schon wird
[die An]stalt eröffnet werden. Schon vor einiger Zeit mußte er den in Rücksprache
[mit m]ir entworfenen Plan so wie die Maaße rc zu den Stubengeräth von hier
[dah]inschicken, damit er wo möglich schon alles vorfindet. Leonhardi, welcher
<[na]türlich> noch in Frkfurt ist, wird ihn, im Anfange bey der Ausführung helfen,
[Nöthig] ist daß ihm auch, wenn sich gleich Anfangs viel Kinder melden sollten
[Alles] von hier aus zugesandt wird. – Dieß der eine rege Punkt in Frkft
[auf w]elchen sich der Zeitungsartikel bezieht. – Der zweyte ist ein gewisser
[Direktor] Dr. Weil, Vorsteher einer privatErziehungsanstalt gleichfalls in Frkf.
[dessen] Sohn, auch Dr. phils: lebte ebenfalls seit cca 1 ½ Monat[en] hier um sich mit
[dem G]eiste und der Führungsweise der von mir aufgestellten Spiel- und Be-
[schäftigun]gsmittel bekannt zu machen. Er war ein junger Mann in den ersten 20r
[schon] reif an schul- und wissenschaftlichen Kenntnissen, voll Scharfblick und
[deß]halb prüfend eingehenden Sinn [bricht ab]