3.
Dieses Blatt bitte ich zuerst zu
lesen.Willisau am 6/XII
34.·.
Grüße Euch alle
Gott.
Wir sind Gott sey Dank alle wohl,
selbst meine Frau ist so wohl als sie es den
Umständen nach seyn
kann, und erfreuen uns überdieß sehr heiteren aber
ganz Schnee-
und fast frostlosen Wetters.
Nun vor allem bestimmte
Lebensthatsachen.
1. Euern Brief vom 12 Novbr in welchem Ihr
Eure Beystimmung zur Über-
sendung eines
Lehrers der französischen Sprache gebt – ( wenn es anders
sonst die Bestimmungen möglich machen) -
haben wir am 19en erhalten.
2. Meinen
Brief vom 15en Novbr an Euch hoffe ich, möchtet
Ihr am
22sten und meinen
recommandirten Brief vom 17en 9br am
26en
9br erhalten haben.
3. In dieser Voraussetzung hoffte ich würdet Ihr mir heut vor
8 Tagen
am 29en d. Mon
einen Brief überschickt haben, und so erwar-
tete ich und ersehnten wir heut, mit ziemlicher Gewißheit einen
Brief von Euch; doch die Hoffnung schlug
fehl; freylich war die Zeit
zur Berathung
etwas kurz auch unseres lieben Barop Geburtstag
mag wohl das Briefschreiben etwas hinaus
geschoben haben.
Jedoch wäre uns durch die
Erfüllung dieser Hoffnung viel gereicht worden.
4. Denn eine
etwas zu rasche Handlungsweise meiner 3 HE Mitcollegen hat
uns in augenblicklich in eine etwas
schwierige Lage versetzt; ich habe es ge-
schehen lassen (mußte es geschehen lassen) damit besonders die
jüngeren einsehen
daß es ein Unterschied
zwischen raschen und entschiedenem Handeln ist.
5. Ihr werdet
darum nun recht sehr gebeten mir wo nur immer möglich mit
der nächsten Post zu schreiben: ob Ihr in dem
Euch auf der
dritten
letzten Seite des
zweyten Bogen gemachten bestimmten
Vorschlag wegen Über-
schickung eines
französischen Sprachlehrers (des HErrn
Gascard) einge-
het
und ob Ihr wegen der bestehenden
politischen Verhältnisse
darein eingehen könnet; die deßhalb nöthigen
– von mir bestimmten
Papiere könnt Ihr dann
mit der folgenden Post schicken, wenn es
mit
derselben Post noch nicht möglich seyn sollte.
6. Der Anfang,
oder vielmehr die Eröffnung des neuen Waisenhauses in
Burgdorf ist nach
einem Beschlusse des Burgerrathes d.d. 22 9br nun
bestimmt auf den 1sten
April künftigen Jahres festgesetzt.
7. Geht die Jgfr
Schäfer aus Goslar in den ihr gemachten Vorschlag als
Gehülfin und Erzieherin in eine der hiesigen
Anstalten einzutreten
mit Bestimmtheit
nicht ein, weil es ihre Eltern (Brauinspector
Schäfer zu Goslar) nicht zugeben wollen.
–
Dieß die äußeren Thatsachen des
Lebens.
Die inneren Thatsachen des Lebens sind eigentlich
bey weitem wich-
tiger und umfassender, doch gleichen sie der
Entfaltung der Entwickelung
eines bestimmten Lebens, einer
bestimmten Lebensgestaltung in einem
Ey oder einem Saamenkorn, bevor diese Gestaltung auch äußerlich
als
Lebenserscheinung hervortreten kann.
Drey Lebenskreise beschäftigen mich hier überwiegend;
erstlich das Leben Eurer Kinder als der
Mittel[-] und Beziehungspunkt
Eurer Lebenskreise
und als der einstige Keim u Quellpunkt, als der
Grundstein der Entfaltung meines und unseres Gesammtlebens u Strebens
zweytens mein Leben, mein eigenstes
Leben und dessen Gestaltung als der Träger
unseres
Gesammtlebens
drittens unser
Gesammtleben als ein in sich einiges; in Hinsicht auf seine einstige
Erschei-
nung und Darstellung auch als ein um- und
außer sich einigen.
In erster Beziehung muß ich nur wünschen
und so mit auf das zurück
kommen was schon diese Blätter
berühren: - Hütet Euch das Selbstleben und
ganz besonders das
Selbstdenken Eurer Kinder zu schwächen und
[sorgt, daß] ihr Leben /
[1R]
sich ihr Leben nicht an den
Faden der Gewohnheit, abwinde und ihnen die Ge-
wohnheit und
Gewöhnlichkeit nicht als Nothwendigkeit einst erscheine. Macht
daß sich in ihrem Innern eine gesunde frische kräftige
Lebensknospe ansetze
und macht daß sich dieselbe unverletzt
entfalte. Macht daß Eure
Kinder einst
innern und
äußern
Lebens
muth, Gemüths- Geistes- und
Schaffens-
Muth zur Darlebung reines Menschheitslebens, erhalten.
Macht daß sie
still und
sinnig die
Kr in sich die
Kraft und die
Ausdauer zu solchem Leben ent-
falten.
Entwickelt Gemüths- Geistes- und
Thatkraft aber hütet Euch ihr nicht
eine bestimmte Form am
wenigsten aber die unsrige oder gar die meinige
aufzuprägen, sie
möchten sonst einst den
Geist unseres und
meines Lebens
mißverstehen und statt pflegend denselben zu
erfassen, ihm entsagend
denselben sich selbst überlassen und so
einst zu spät sehen was sie da-
durch sich entzogen. –
In
zweyter Beziehung durchschaue ich immer tiefer die Einheit und das
Wesen der
Menscherziehung in Hinsicht auf Darlebung reiner
Menschheit und ein Großes
Lebensganze ruht dieserhalb in meinem
Gemüthe steht vor meinem Geiste, und
alle Lebensbegegnisse prüfe
ich auf ihre Wirksamkeit zur Dar-
stellung desselben.
In
dritter Rücksicht, so wie also die ersten beyden Beziehungen um- und
er-
fassend, muß ein großer klarer von Familie zu Familie
festgehal-
tener und von Geschlecht zu Geschlecht mitgetheilter
Erziehungsplan zur
Ausführung reinen Menschheitslebens gemacht
werden. Indem
ich mich in mir – durch die mich und uns
umgebenden
allgemeinen und besondern
Lebensverhältnisse wiederkehrend darauf hingewiesen –
ernsthaft
damit beschäftige fallen mir folgende Schriften in die Hand
Krause’s (des Göttingers)
Vorlesungen über die Grundwahrheiten der
Wissenschaft. Göttingen
1829. und ich lese darinn besonders den letzten
Abschnitt XXIV.
Die Grundwahrheiten der Geschichtswissenschaft. Da ich dar-
um
mehrere angleiche Gedanken finde, so will ich Euch doch auch
auffordern
diesen Aufsatz in Euern
engsten Lebenskreise zu lesen. – So, werde ich
auf desselben Verfassers „Tageblatt des Menschheitlebens[“]
aufmerksam und
ich lese darinn den Aufsatz beginnend in N
o 9 „
Die Hoffnung daß die
Mensch-
heit dieser Erde u.s.w. u.s.w.“ Auch in diesem
Aufsatze finde ich viel
Angleiches und ich bitte Euch auch
diesen zu lesen. – Den Aufsatz “
Ent-
faltung
und urbildliche Darstellung der Idee des Menschheitbundes
u.s.w.[“]
beginnend N
o 21. Fortsetzung N
o 25 u.s.w. habe ich zwar nicht gelesen; allein
ich glaube es wäre wohl vieles darinne was diesen Aufsatz zu
einer
ächten Festunterhaltung für Euch machen könnte. – Eben so
finde ich
in dem dem Tageblatt beygegebenen “
Literarischen Anzeiger“ N
o
17
und 18 eine Rezension der
Joseph Schmidschen Schrift „
Erfahrungen und
Ansichten[“] u.s.w. Ich
finde manches darinn was das in Euch wecken
könnte, was ich Euch
sogern in Beziehung auf Eure Kinder sagen möchte
und doch dazu
keine Zeit jetzt habe.
Diese 3 genannten Schriften finden sich
alle 3 in Keilhau die erste
besitzt
Ferdinand und werden [sc.: wird] sich unter
dessen Büchern finden; die beyden
letzteren besitze ich und sie
werden sich im Allgemeinen Bücherschrank finden.
* *
*
Nehmet und findet in diesem allen
mein liebendes und Treues Herz und meine
Eure und der
Menschheitleben in Eins umfassenden reinen Gesinnung.
Nehmet
dieß als Festgabe von mir denn sonst habe ich Euch auch
dießmal
gar nichts als Festgabe zu biethen; ich war in mir für
das Leben
zu sehr beschäftigt und es wollte und will außer sich noch
kei-
ne bestimmte Gestalt gewinnen als daß ich mich zu geeinten
Mittheilungen
hätte sammeln können. Langethal wird um so mehr
reichen denn vor
liegt [uns] ein Packet was jetzt zur Fahrpost soll. Lebet wohl Euer FriedrichFröbel
[Rand]
Herzinnige Grüße an Alle, von Allen . -
/
[2]
Ich will
Euch doch wörtlich mittheilen was der Herr
Pfarrer Schnell in obengedachten
Brief
über den jungen Mann ausspricht: “- Wie Sie
aus beyliegenden Zeugnissen rc ersehen, findet
sich ein junger
Gustave Gascard
aus Neuenstadt zur Annahme Ihrer Stelle bereit.
Leider habe ich
seinen Besuch letzten Sonntag verfehlt. Er soll von angenehmer
äußerer Bildung und mittlerer Größe seyn“– (:
Langethal will eine Ähnlichkeit in
seinem Gesichte,
besonders in der Stirn, mit
Körner finden :) – „und ist 23
Jahre
alt. Seine Zeugnisse und der Brief vom Herrn Wyß, in
dessen
Pension (zu Neuenstadt) er aufgewachsen ist,
sprechen sehr zu seinen Gunsten. Er wäre
im Falle sogleich
einzutreten. Er fordert jährlich 300 Schweizerfranken,
wahr-
scheinlich eignet sich diese Summe nicht zu Ihren
philanthropischen Berechnungen und
Entbehrungen, ich finde es
ebenfalls viel, bey der Aussicht, welche der junge
Mann hat sich
in Ihrem Kreise zum ächten Pädagogen auszubilden, was ich in
meiner
Correspondenz geltend gemacht habe.“ (:
Ich schreibe dieß mit Bedacht ab l.
Middendorff damit Du
siehest, daß wir schon zum Voraus nach jeder Seite hin das
berücksichtigt haben was Du mit Recht auch in Deinem Briefe als
zu beachten em-
pfiehlst :) – „Das Beste ist Sie
bestimmen den äußersten Preis den Sie darauf ver-
wenden wollen
und dann mag er sich entschließen; daß er die Sprache rein
und
geläufig spreche ist nicht zu bezweifeln.“ –
Seine
Zeugnisse waren nun alle sehr vorzüglich. Mündlich sprach
es er mir
noch aus daß er sich
erbiete im französischen und deutschen Schönschreiben
im Rechnen, in der Geographie und in der Geschichte, in den Elementen des
Italiänischen
und in den Elementen des
Zeichnens Unterricht zu geben. Nun will ich
zwar auf keines von diesen,
allen rechnen aber immer wäre es zur
Aushülfe besonders auch
um Übung und
Geläufigkeit, im Sprechen bey den Zöglingen zu befördern [sehr
günstig].
Der andere junge Mensch aus Yverdon,
nur 18-19 Jahr alt, fordert auch mehr an
200 Schweizerfranken
und macht in alle den Gegenständen, worinne sich
dieser jener
schon erbietet
Unterricht zu geben, – Anspruch auf Fortbildung an der
Hand
erfahrener Lehrer. Dieß alles bestimmte mich und uns, Euch nun zur
endlichen Entscheidung genannten Gustave Gascard
vorzuschlagen. Ich werde
in dieser Beziehung morgen an ihn oder
an den Herrn Pfarrer Schnell schreiben.
Wir sind über
folgendes untereinander übereingekommen, Ihm zu biethen
1. Reisekosten 70 Schweizer Franken
2. Jahrgehalt 250 Schweizer Franken ( = Rth 100
prß C:)
Ich werde ihn ferner fragen wann er bestimmt die Reise
nach Keilhau zu machen
gedenke. In all diesen Beziehungen
erwarte ich nach seinen Äußerungen befriedigende
Antwort. Wegen
der Kosten haben wir uns nun so besprochen: Indem wir,
ganz
namentlich ich, mir so vorgesetzt hatte Euch jährlich nach
Möglichkeit zu[-]
nächst einige Hundert Schweizerfranken zur
Erleichterung Euerer Lasten zu schicken
so glauben
Ferdinand und
Langethal mit mir es wäre Euch
und dem Ganzen, der
ökonomischen Sicherung und der Erhebung der
Anstalt, ein bey weitem höherer
Gewinn wenn wir Euch diesen
französischen Sprachlehrer sendete[n] und uns
mit festem
Entschluß dafür verbindlich machten nach
Möglichkeit wie
jetzt sogleich das
Reisegeld so später den Jahrgehalt des
Lehrers von hier aus zu
bestreiten; dadurch hoffen wir nun werde
die Anstalt in Keilhau, durch
Vermehrung einiger Zöglinge in den
Stand gesetzt werden, wieder so viel
mehr aus der Anstalt
jährlich zur Bezahlung der älteren Schulden und Zinsen
nehmen zu
können. Kurz wir glauben es müsse Euch und der
Anstalt heilsamer
seyn, wenn wir Euch einen möglichst tüchtigen französischen
Lehrer, als wenn wir Euch jährlich Rth 100 prß Curr: schickten.
Besonders
Langethal und Ferdinand meinen durch das erstere würde
sich die Anstalt äußerlich
mehr heben und erhalten, ja
verbessern als durch das letztere. Wäret
Ihr aber anderer
Meynung so müßtet Ihr mir baldigst schreiben. Doch auch
wenn Ihr
in meinen Vorschlag eingehet müsset Ihr mir schreiben denn dann
ist noch einiges
polyzeyliches zu
besorgen. Erstlich müßtet Ihr ihn
zu seiner Legitimation bey den
hiesigen Gesandten daß er nicht etwa als Emissär nach Deutschland
reise: /
[2R]
einen ordentlichen Ruf schicken,
ohngefähr so: - „Auf den Vorschlag und die
Empfehlung
von ihrem Vorsteher HE F. Fröbel überträgt die
unterzeichnete Erziehungsanstalt
dem Herrn
Gustave Gascard aus
Neufvill[e] (Neuenstadt) die Stelle des französischen
Sprachlehrers bey ihr, unter den mit gedachten pp Fröbel
festgesetzten
Bedingungen und ersucht nun denselben seine Reise
hierher dahin möglichst bald anzutreten.
Sie versichert
demselben Ihre Achtung und freundschaftlich collegialer Verhältnisse
so
wie sie von demselben
zum
Voraus Anerkennung und Würdigung derselben zum Voraus
versichert ist. Keilhau bey Rudolstadt
Die
Erziehungsanstalt daselbst
Deren Führer
M[iddendorff] B[arop] [“]
Diesen Ruf müßt Ihr dann in
Rudolstadt
von der Regierung legalisiren lassen:
Ohngefähr so:
„Daß vorstehender Ruf
wirklich von der Erziehungs unter
fürstlicher Authorisation
stehenden Erziehungsanstalt in Keilhau
und deren Führern ausgestellt worden ist, wird
mit Ansuchen von
den Führern derselben, hiermit unter Vordruckung des Regierungs-
Siegels bescheinigt. Rudolstadt rc rc“
Bey der Polyzey *
[Rand*-*] *Das [sc: Daß] der
junge Mensch nicht musikalisch ist dünkt
mich
eher für uns ein Gewinn als Nachtheil; denn bey Musik sind
sonst häufig die Zöglinge allein.[“]
Vielleicht könnt Ihr noch
– wenn anders die Regierung es will hier
das Einschiebsel machen lassen – und von
fürstlicher Regierung genehmigt -
Bey der Regierung oder
der Polizey Commission könnt Ihr Euch, in so weit so etwas
überhaupt menschlich möglich – Euch rückbeziehend auf mich - für
den jungen
Mann verbürgen daß er politischen Umtrieben ganz und
gar fremd ist und so
wie er ein Sittenreiner Mensch erscheint,
so ist er gewiß auch in Beziehung auf politische
Umtriebe ganz
unschuldig. Die Thatsache selbst spricht für ihn er hat sich noch
nicht in
der Welt und deren Verhältnisse herumgetrieben; er war
erst Unterlehrer und
dann wirklicher Lehrer in der Anstalt in
welcher er erzogen worden ist und in
welcher er noch gegenwärtig
lebt und wirkt. Ihr könnt dieß unter der Be-
zeigung meiner
Ehrerbiethung der Fürstl. Regierung in Rudolstadt aussprechen.
Ich bin überzeugt Ihr werdet durch diesen Brief wenn es nöthig
wäre, Euch immer mehr
auch überzeugen wie mir die innere und
äußere Förderung und Feststellung der Erziehungs-
anstalt in
Keilhau eine große Herzens- und Lebensangelegenheit ist, aber ich
bitte Euch
nun auch, laßt Euch nicht, besonders durch Ge-lehrte
u Philosophen Einwirkung Euer
und unser Ziel verrücken, beachtet
was ich sage, zieht Euch immer mehr auf die
Pflege des
Knabenalters zurück; der Euch vorgeschlagene junge Mann wird Euch
dazu eine treue Hülfe seyn; er sagte er lebe und spiele,
beschäftige sich gern mit
Kindern; ist in seinem Auftreten mild
und sanft; ich muß aber auch bitten ihn
mild, freundlich zu
begegnen, es liebt dieß und schätzt es besonders der französische
Schweizer. Wollt ihm nicht gleich das Keilhauer Gepräge
aufprägen, laßt ihn ge-
währen. Enthusiasmus fordert nicht von
ihm, aber er wird Euch gerne gesellig geben
was er kann; doch
ist er nicht musikalisch – wie dieß besonder[s] in der
franzö-
sischen Schweiz ganz fremd ist. Hohe Berufstreue könnt
ihr glaub ich von ihm er-
warten. Mir und allen hat das
Französische was er spricht sehr gefallen; im
Deutschen welches
er ließt u schreibt kann er sich verständlich machen. Doch genug! –
Doch unter so vielen [hätte ich ] bald das Wesentlichste
vergessen: - ein Stübchen fordert er min-
destens zum arbeiten
für sich allein; wir alle hier glauben daß Ihr ihn ja leicht mein
grünes
Mittelzimmerchen; oder das Zimmerchen was ehemals HE Carl
hatte einräumen könnet. -
Wie ich schon in meinem
letzten Brief aussprach so bleiben die Rth 50
Erziehungsgeld von
W [Weimar] für C. C. [Carl Clemens] so lange zur Reise für Elise
bestimmt als [sc.. bis] es von Euch erkannt wurde, dieselbe zu
verneinen. –
Ernestine ist jetzt außerordentlich wohl hier,
ohngeachtet ihrer Arbeit verjüngt
und klärt sie sich
augenblicklich, sie ist heiter und froh; und die sonst so kränkelnde
Fran-
kenberg ist seitdem sie hier tüchtig
arbeitet auch ganz kregel und die abgenomme-
ne Krankheit zeigt
sich als zugenommene Korpulenz.
An Barop. Barop! wenn Du Dir
den
Ernst Frankenberg welchen Du
auf Deiner jüngsten Reise aus Westphalen kennen lernest in
Beziehung
auf eine ernste Lebensverknüpfung für des Lebens
höchsten Zweck
ins Auge faßtest was würdest Du Dir dann über ihn
in dieser Beziehung
sagen, was würdest Du in dieser Beziehung
von ihm hoffen?? - Theile Dich mir ganz
offen darüber mit. –
Merkwürdig ist dieser Familie Stehen zu
Krause und – uns pp pp pp.