Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 6.12.1834 (Willisau)


F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 6.12.1834 (Willisau)
(KN 49,9 Brieforiginal 2 Bl 8° 4 S.)

3. Dieses Blatt bitte ich zuerst zu lesen.
Willisau am 6/XII 34.·.


Grüße Euch alle Gott.

Wir sind Gott sey Dank alle wohl, selbst meine Frau ist so wohl als sie es den
Umständen nach seyn kann, und erfreuen uns überdieß sehr heiteren aber
ganz Schnee- und fast frostlosen Wetters.
Nun vor allem bestimmte Lebensthatsachen.
1. Euern Brief vom 12 Novbr in welchem Ihr Eure Beystimmung zur Über-
    sendung eines Lehrers der französischen Sprache gebt – ( wenn es anders
    sonst die Bestimmungen möglich machen) - haben wir am 19en erhalten.
2. Meinen Brief vom 15en Novbr an Euch hoffe ich, möchtet Ihr am
    22sten und meinen recommandirten Brief vom 17en 9br am 26en
    9br erhalten haben.
3. In dieser Voraussetzung hoffte ich würdet Ihr mir heut vor 8 Tagen
    am 29en d. Mon einen Brief überschickt haben, und so erwar-
    tete ich und ersehnten wir heut, mit ziemlicher Gewißheit einen
    Brief von Euch; doch die Hoffnung schlug fehl; freylich war die Zeit
    zur Berathung etwas kurz auch unseres lieben Barop Geburtstag
    mag wohl das Briefschreiben etwas hinaus geschoben haben.
    Jedoch wäre uns durch die Erfüllung dieser Hoffnung viel gereicht worden.
4. Denn eine etwas zu rasche Handlungsweise meiner 3 HE Mitcollegen hat
    uns in augenblicklich in eine etwas schwierige Lage versetzt; ich habe es ge-
    schehen lassen (mußte es geschehen lassen) damit besonders die jüngeren einsehen
    daß es ein Unterschied zwischen raschen und entschiedenem Handeln ist.
5. Ihr werdet darum nun recht sehr gebeten mir wo nur immer möglich mit
    der nächsten Post zu schreiben: ob Ihr in dem Euch auf der dritten letzten
    Seite des zweyten Bogen gemachten bestimmten Vorschlag wegen Über-
    schickung eines französischen Sprachlehrers (des HErrn Gascard) einge-
    het und ob Ihr wegen der bestehenden politischen Verhältnisse
    darein eingehen könnet; die deßhalb nöthigen – von mir bestimmten
    Papiere könnt Ihr dann mit der folgenden Post schicken, wenn es
    mit derselben Post noch nicht möglich seyn sollte.
6. Der Anfang, oder vielmehr die Eröffnung des neuen Waisenhauses in
    Burgdorf ist nach einem Beschlusse des Burgerrathes d.d. 22 9br nun
    bestimmt auf den 1sten April künftigen Jahres festgesetzt.
7. Geht die Jgfr Schäfer aus Goslar in den ihr gemachten Vorschlag als
    Gehülfin und Erzieherin in eine der hiesigen Anstalten einzutreten
    mit Bestimmtheit nicht ein, weil es ihre Eltern (Brauinspector
    Schäfer zu Goslar) nicht zugeben wollen. –

Dieß die äußeren Thatsachen des Lebens.
Die inneren Thatsachen des Lebens sind eigentlich bey weitem wich-
tiger und umfassender, doch gleichen sie der Entfaltung der Entwickelung
eines bestimmten Lebens, einer bestimmten Lebensgestaltung in einem
Ey oder einem Saamenkorn, bevor diese Gestaltung auch äußerlich als
Lebenserscheinung hervortreten kann.
   Drey Lebenskreise beschäftigen mich hier überwiegend;
erstlich das Leben Eurer Kinder als der Mittel[-] und Beziehungspunkt
   Eurer Lebenskreise und als der einstige Keim u Quellpunkt, als der
   Grundstein der Entfaltung meines und unseres Gesammtlebens u Strebens
zweytens mein Leben, mein eigenstes Leben und dessen Gestaltung als der Träger
   unseres Gesammtlebens
drittens unser Gesammtleben als ein in sich einiges; in Hinsicht auf seine einstige Erschei-
   nung und Darstellung auch als ein um- und außer sich einigen.
In erster Beziehung muß ich nur wünschen und so mit auf das zurück
kommen was schon diese Blätter berühren: - Hütet Euch das Selbstleben und
ganz besonders das Selbstdenken Eurer Kinder zu schwächen und [sorgt, daß] ihr Leben /
[1R]
sich ihr Leben nicht an den Faden der Gewohnheit, abwinde und ihnen die Ge-
wohnheit und Gewöhnlichkeit nicht als Nothwendigkeit einst erscheine. Macht
daß sich in ihrem Innern eine gesunde frische kräftige Lebensknospe ansetze
und macht daß sich dieselbe unverletzt entfalte. Macht daß Eure
Kinder einst innern und äußern Lebensmuth, Gemüths- Geistes- und Schaffens-
Muth zur Darlebung reines Menschheitslebens, erhalten. Macht daß sie
still und sinnig die Kr in sich die Kraft und die Ausdauer zu solchem Leben ent-
falten. Entwickelt Gemüths- Geistes- und Thatkraft aber hütet Euch ihr nicht
eine bestimmte Form am wenigsten aber die unsrige oder gar die meinige
aufzuprägen, sie möchten sonst einst den Geist unseres und meines Lebens
mißverstehen und statt pflegend denselben zu erfassen, ihm entsagend
denselben sich selbst überlassen und so einst zu spät sehen was sie da-
durch sich entzogen. –
In zweyter Beziehung durchschaue ich immer tiefer die Einheit und das Wesen der
Menscherziehung in Hinsicht auf Darlebung reiner Menschheit und ein Großes
Lebensganze ruht dieserhalb in meinem Gemüthe steht vor meinem Geiste, und
alle Lebensbegegnisse prüfe ich auf ihre Wirksamkeit zur Dar-
stellung desselben.
In dritter Rücksicht, so wie also die ersten beyden Beziehungen um- und er-
fassend, muß ein großer klarer von Familie zu Familie festgehal-
tener und von Geschlecht zu Geschlecht mitgetheilter Erziehungsplan zur
Ausführung reinen Menschheitslebens gemacht werden. Indem
ich mich in mir – durch die mich und uns umgebenden allgemeinen
und besondern Lebensverhältnisse wiederkehrend darauf hingewiesen –
ernsthaft damit beschäftige fallen mir folgende Schriften in die Hand
Krause’s (des Göttingers) Vorlesungen über die Grundwahrheiten der
Wissenschaft. Göttingen 1829. und ich lese darinn besonders den letzten
Abschnitt XXIV. Die Grundwahrheiten der Geschichtswissenschaft. Da ich dar-
um mehrere angleiche Gedanken finde, so will ich Euch doch auch auffordern
diesen Aufsatz in Euern engsten Lebenskreise zu lesen. – So, werde ich
auf desselben Verfassers „Tageblatt des Menschheitlebens[“] aufmerksam und
ich lese darinn den Aufsatz beginnend in No 9 „Die Hoffnung daß die Mensch-
heit dieser Erde
u.s.w. u.s.w.“ Auch in diesem Aufsatze finde ich viel
Angleiches und ich bitte Euch auch diesen zu lesen. – Den Aufsatz “Ent-
faltung und urbildliche Darstellung der Idee des Menschheitbundes
u.s.w.[“]
beginnend No 21. Fortsetzung No 25 u.s.w. habe ich zwar nicht gelesen; allein
ich glaube es wäre wohl vieles darinne was diesen Aufsatz zu einer
ächten Festunterhaltung für Euch machen könnte. – Eben so finde ich
in dem dem Tageblatt beygegebenen “Literarischen Anzeiger“ No 17
und 18 eine Rezension der Joseph Schmidschen Schrift „Erfahrungen und
Ansichten
[“] u.s.w. Ich finde manches darinn was das in Euch wecken
könnte, was ich Euch sogern in Beziehung auf Eure Kinder sagen möchte
und doch dazu keine Zeit jetzt habe.
Diese 3 genannten Schriften finden sich alle 3 in Keilhau die erste
besitzt Ferdinand und werden [sc.: wird] sich unter dessen Büchern finden; die beyden
letzteren besitze ich und sie werden sich im Allgemeinen Bücherschrank finden.

* * *
Nehmet und findet in diesem allen mein liebendes und Treues Herz und meine
Eure und der Menschheitleben in Eins umfassenden reinen Gesinnung.
Nehmet dieß als Festgabe von mir denn sonst habe ich Euch auch
dießmal gar nichts als Festgabe zu biethen; ich war in mir für
das Leben zu sehr beschäftigt und es wollte und will außer sich noch kei-
ne bestimmte Gestalt gewinnen als daß ich mich zu geeinten Mittheilungen
hätte sammeln können. Langethal wird um so mehr reichen denn vor
liegt [uns] ein Packet was jetzt zur Fahrpost soll. Lebet wohl Euer FriedrichFröbel
[Rand]
Herzinnige Grüße an Alle, von Allen . - /

[2]
Ich will Euch doch wörtlich mittheilen was der Herr Pfarrer Schnell in obengedachten Brief
über den jungen Mann ausspricht: “- Wie Sie aus beyliegenden Zeugnissen rc ersehen, findet
sich ein junger Gustave Gascard aus Neuenstadt zur Annahme Ihrer Stelle bereit.
Leider habe ich seinen Besuch letzten Sonntag verfehlt. Er soll von angenehmer
äußerer Bildung und mittlerer Größe seyn“– (: Langethal will eine Ähnlichkeit in
seinem Gesichte, besonders in der Stirn, mit Körner finden :) – „und ist 23 Jahre
alt. Seine Zeugnisse und der Brief vom Herrn Wyß, in dessen Pension
(zu Neuenstadt) er aufgewachsen ist, sprechen sehr zu seinen Gunsten. Er wäre
im Falle sogleich einzutreten. Er fordert jährlich 300 Schweizerfranken, wahr-
scheinlich eignet sich diese Summe nicht zu Ihren philanthropischen Berechnungen und
Entbehrungen, ich finde es ebenfalls viel, bey der Aussicht, welche der junge
Mann hat sich in Ihrem Kreise zum ächten Pädagogen auszubilden, was ich in
meiner Correspondenz geltend gemacht habe.“ (: Ich schreibe dieß mit Bedacht ab l.
Middendorff damit Du siehest, daß wir schon zum Voraus nach jeder Seite hin das
berücksichtigt haben was Du mit Recht auch in Deinem Briefe als zu beachten em-
pfiehlst :) – „Das Beste ist Sie bestimmen den äußersten Preis den Sie darauf ver-
wenden wollen und dann mag er sich entschließen; daß er die Sprache rein
und geläufig spreche ist nicht zu bezweifeln.“ –
Seine Zeugnisse waren nun alle sehr vorzüglich. Mündlich sprach es er mir
noch aus daß er sich erbiete im französischen und deutschen Schönschreiben
im Rechnen, in der Geographie und in der Geschichte, in den Elementen des Italiänischen
und in den Elementen des Zeichnens Unterricht zu geben. Nun will ich zwar auf keines von diesen,
allen rechnen aber immer wäre es zur Aushülfe besonders auch
um Übung und Geläufigkeit, im Sprechen bey den Zöglingen zu befördern [sehr günstig].
Der andere junge Mensch aus Yverdon, nur 18-19 Jahr alt, fordert auch mehr an
200 Schweizerfranken und macht in alle den Gegenständen, worinne sich dieser jener
schon erbietet Unterricht zu geben, – Anspruch auf Fortbildung an der
Hand erfahrener Lehrer. Dieß alles bestimmte mich und uns, Euch nun zur
endlichen Entscheidung genannten Gustave Gascard vorzuschlagen. Ich werde
in dieser Beziehung morgen an ihn oder an den Herrn Pfarrer Schnell schreiben.
Wir sind über folgendes untereinander übereingekommen, Ihm zu biethen
    1. Reisekosten 70 Schweizer Franken
    2. Jahrgehalt 250 Schweizer Franken ( = Rth 100 prß C:)
Ich werde ihn ferner fragen wann er bestimmt die Reise nach Keilhau zu machen
gedenke. In all diesen Beziehungen erwarte ich nach seinen Äußerungen befriedigende
Antwort. Wegen der Kosten haben wir uns nun so besprochen: Indem wir,
ganz namentlich ich, mir so vorgesetzt hatte Euch jährlich nach Möglichkeit zu[-]
nächst einige Hundert Schweizerfranken zur Erleichterung Euerer Lasten zu schicken
so glauben Ferdinand und Langethal mit mir es wäre Euch und dem Ganzen, der
ökonomischen Sicherung und der Erhebung der Anstalt, ein bey weitem höherer
Gewinn wenn wir Euch diesen französischen Sprachlehrer sendete[n] und uns
mit festem Entschluß dafür verbindlich machten nach Möglichkeit wie jetzt
sogleich das Reisegeld so später den Jahrgehalt des Lehrers von hier aus zu
bestreiten; dadurch hoffen wir nun werde die Anstalt in Keilhau, durch
Vermehrung einiger Zöglinge in den Stand gesetzt werden, wieder so viel
mehr aus der Anstalt jährlich zur Bezahlung der älteren Schulden und Zinsen
nehmen zu können. Kurz wir glauben es müsse Euch und der
Anstalt heilsamer seyn, wenn wir Euch einen möglichst tüchtigen französischen
Lehrer, als wenn wir Euch jährlich Rth 100 prß Curr: schickten. Besonders
Langethal und Ferdinand meinen durch das erstere würde sich die Anstalt äußerlich
mehr heben und erhalten, ja verbessern als durch das letztere. Wäret
Ihr aber anderer Meynung so müßtet Ihr mir baldigst schreiben. Doch auch
wenn Ihr in meinen Vorschlag eingehet müsset Ihr mir schreiben denn dann
ist noch einiges polyzeyliches zu besorgen. Erstlich müßtet Ihr ihn
zu seiner Legitimation bey den hiesigen Gesandten daß er nicht etwa als Emissär nach Deutschland reise: /
[2R]
einen ordentlichen Ruf schicken, ohngefähr so: - „Auf den Vorschlag und die Empfehlung
von ihrem Vorsteher HE F. Fröbel überträgt die unterzeichnete Erziehungsanstalt
dem Herrn Gustave Gascard aus Neufvill[e] (Neuenstadt) die Stelle des französischen
Sprachlehrers bey ihr, unter den mit gedachten pp Fröbel festgesetzten
Bedingungen und ersucht nun denselben seine Reise hierher dahin möglichst bald anzutreten.
Sie versichert demselben Ihre Achtung und freundschaftlich collegialer Verhältnisse so
wie sie von demselben zum Voraus Anerkennung und Würdigung derselben zum Voraus
versichert ist. Keilhau bey Rudolstadt           Die Erziehungsanstalt daselbst
Deren Führer
M[iddendorff] B[arop] [“]
Diesen Ruf müßt Ihr dann in Rudolstadt
von der Regierung legalisiren lassen: Ohngefähr so:
„Daß vorstehender Ruf wirklich von der Erziehungs unter fürstlicher Authorisation
stehenden Erziehungsanstalt in Keilhau und deren Führern ausgestellt worden ist, wird
mit Ansuchen von den Führern derselben, hiermit unter Vordruckung des Regierungs-
Siegels bescheinigt. Rudolstadt rc rc“
Bey der Polyzey * [Rand*-*] *Das [sc: Daß] der junge Mensch nicht musikalisch ist dünkt mich
eher für uns ein Gewinn als Nachtheil; denn bey Musik sind sonst häufig die Zöglinge allein.[“]
Vielleicht könnt Ihr noch – wenn anders die Regierung es will hier
das Einschiebsel machen lassen – und von fürstlicher Regierung genehmigt -
Bey der Regierung oder der Polizey Commission könnt Ihr Euch, in so weit so etwas
überhaupt menschlich möglich – Euch rückbeziehend auf mich - für den jungen
Mann verbürgen daß er politischen Umtrieben ganz und gar fremd ist und so
wie er ein Sittenreiner Mensch erscheint, so ist er gewiß auch in Beziehung auf politische
Umtriebe ganz unschuldig. Die Thatsache selbst spricht für ihn er hat sich noch nicht in
der Welt und deren Verhältnisse herumgetrieben; er war erst Unterlehrer und
dann wirklicher Lehrer in der Anstalt in welcher er erzogen worden ist und in
welcher er noch gegenwärtig lebt und wirkt. Ihr könnt dieß unter der Be-
zeigung meiner Ehrerbiethung der Fürstl. Regierung in Rudolstadt aussprechen.
Ich bin überzeugt Ihr werdet durch diesen Brief wenn es nöthig wäre, Euch immer mehr
auch überzeugen wie mir die innere und äußere Förderung und Feststellung der Erziehungs-
anstalt in Keilhau eine große Herzens- und Lebensangelegenheit ist, aber ich bitte Euch
nun auch, laßt Euch nicht, besonders durch Ge-lehrte u Philosophen Einwirkung Euer
und unser Ziel verrücken, beachtet was ich sage, zieht Euch immer mehr auf die
Pflege des Knabenalters zurück; der Euch vorgeschlagene junge Mann wird Euch
dazu eine treue Hülfe seyn; er sagte er lebe und spiele, beschäftige sich gern mit
Kindern; ist in seinem Auftreten mild und sanft; ich muß aber auch bitten ihn
mild, freundlich zu begegnen, es liebt dieß und schätzt es besonders der französische
Schweizer. Wollt ihm nicht gleich das Keilhauer Gepräge aufprägen, laßt ihn ge-
währen. Enthusiasmus fordert nicht von ihm, aber er wird Euch gerne gesellig geben
was er kann; doch ist er nicht musikalisch – wie dieß besonder[s] in der franzö-
sischen Schweiz ganz fremd ist. Hohe Berufstreue könnt ihr glaub ich von ihm er-
warten. Mir und allen hat das Französische was er spricht sehr gefallen; im
Deutschen welches er ließt u schreibt kann er sich verständlich machen. Doch genug! –
Doch unter so vielen [hätte ich ] bald das Wesentlichste vergessen: - ein Stübchen fordert er min-
destens zum arbeiten für sich allein; wir alle hier glauben daß Ihr ihn ja leicht mein grünes
Mittelzimmerchen; oder das Zimmerchen was ehemals HE Carl hatte einräumen könnet. -
Wie ich schon in meinem letzten Brief aussprach so bleiben die Rth 50
Erziehungsgeld von W [Weimar] für C. C. [Carl Clemens] so lange zur Reise für Elise
bestimmt als [sc.. bis] es von Euch erkannt wurde, dieselbe zu verneinen. –
Ernestine ist jetzt außerordentlich wohl hier, ohngeachtet ihrer Arbeit verjüngt
und klärt sie sich augenblicklich, sie ist heiter und froh; und die sonst so kränkelnde Fran-
kenberg
ist seitdem sie hier tüchtig arbeitet auch ganz kregel und die abgenomme-
ne Krankheit zeigt sich als zugenommene Korpulenz.
An Barop. Barop! wenn Du Dir den Ernst Frankenberg welchen Du
auf Deiner jüngsten Reise aus Westphalen kennen lernest in Beziehung
auf eine ernste Lebensverknüpfung für des Lebens höchsten Zweck
ins Auge faßtest was würdest Du Dir dann über ihn in dieser Beziehung
sagen, was würdest Du in dieser Beziehung von ihm hoffen?? - Theile Dich mir ganz
offen darüber mit. – Merkwürdig ist dieser Familie Stehen zu Krause und – uns pp pp pp.