Meinem wiederholt
gegebenen Versprechen gemäß
übersende ich angeschlossen von der
mit kommenden
May ins Leben tretenden Volkserziehungsanstalt so
wohl das Verzeichniß der Unterrichtsgegenstände als
auch
den schon ausgeführten wöchentlichen und täg-
lichen Lehrplan. Da
ich es aber zu dem Zweck Eltern,
und besonders urtheilsfähigen
Männern einen be-
stimmten Begriff von der Anstalt zu verschaffen
für gut hielt, wenn auch zugleich einiges von dem
Geiste
und den Grundsätzen, der Ziele der Anstalt
pp hierbey mit
ausgesprochen würde, so schien es
mir zweckmäßig aus dem
Sr Herzogl.
Durchl. schon
früher vorgelegten von Höchstdenselben zur
Ausfüh-
rung ganz genehmigten Grundsätzen und Plan
einige
Stellen
wörtlich und in der Ordnung
auszu-
heben, wie solche in dem Originalaufsatze
aufeinander-
folgen. Dadurch mangelt nun freilich diesem
Auszuge /
[2]
hier und da der äußere Zusammenhang; doch
mag dieß
wohl für diesen Zweck wenig schaden, ja es ist dieß
vielleicht als ein Dokument, daß diese Mittheilungen
Theile
eines größeren Ganzen sind, so gar gut. Mehr
über das Ganze
mitzutheilen hielt ich zu nächst für
überflüssig, doch werde ich
Fragen welche eine wirkliche
Theilnahme an der Anstalt bezwecken
gern weiter
beantworten. Nur bemerke ich nochmals was ich Ihnen
auch schon mündlich aussprach: - daß die
Volkser-
ziehungsanstalt in lebendige innere Verknüpfung
mit
der allgemein deutschen der hiesigen Anstalt
treten und daß jene
gleichsam die Vorschule für
diese machen wird, so daß jeder
Zögling der Volkser-
ziehungsanstalt, welcher eine höhere
wissenschaftliche
und Kunst- oder Gewerbsvorbildung anstrebt,
solche
in der hiesigen Anstalt ganz im Geiste der
begonne-
nen Lehrweise erhalten und so später für die
Bildung zum Gelehrten hier eintreten kann, indem
die
hiesige Anstalt gleichsam das Gymnasium /
[3]
und zwar in
der schon offen daliegenden Allseitigkeit
und Gründlichkeit
bilden wird.