
Wie ein gerechte Meßrut gemacht sol werden. - Holzschnitt ; s/w ; 85 x 101 mm. - Original.
In: Geometrei : Von künstlichem Feldmessen/ und absehen/ Allerhand Höhe/ Fleche/ Ebne/ Weitte und Breyte: Als Thürn/ Kirchen/ Bäw/ Bäum/ Felder und Ecker u. Mit fast wercklich und künstlich zübereytem JacobStab/ Philisophischen Spiegel/ Schatten/ und Meßrüten/ Durch schöne figurn/ und Exempel / Koebel, Jacob, 1556. - Fol. 4v
- Beschr. aus Quelle:
- Wie ein gerechte Meßrut / damit mann Felder / Acker / Weingarten / Wisen / Obstgarten messen wil / gemacht sol werden / folget hernach
- EIn Meßrute nach rechter art vnnd künstlichen gemeinen gebrauch sol also gemacht werden. Es sollen sechzehen mann / klein vnnd groß / wie die vngeuerlich nach einander auß der Kirchen gehen / ein jeder vor den andern einn schuch stellen / vnd damit ein Lenge / die da gerad sechzehen der selben schuch begreiffet / messen / Die selb Lenge ist / vnnd sol sein / ein gerechte gemein Meßrute / damit mann das Feldt messen sol / Vnnd geschicht in gestalt wie in nachuolgender Figur angezeygt würt.
- SO nun wie oben gelert vnd angezeigt / die sechzehen per son nach einander / jeder einen fuß fürgesetzt hat / vnnd die Rut recht gemessen ist / vnd aber einer grösser fuß oder schuch dann der ander hett / So als dann dieselbig gemessen rut in sechzehen gleicher theyl (wie in nachuolgenden figur angezeigt) mit einem circkel außgetheylt / vnn vnderschiden wärt / sol sie künfftiglichen vor ein recht Meßrut / deren im Felde sich zugebrauchen / angenommen vnnd gehalten werden. (Fol. 4r - 4v)