Cette allégorie est belle et claire

Illustrationen des 18. Jahrhunderts in französischen Ausgaben von Jean-Jacques Rousseaus „Émile“ - Ausstellung vom 28. Mai 2012 bis 28. September 2012
Cette allégorie est belle et claire

Cette allégorie est belle et claire - Ausstellung in der BBF

Anlässlich des 250. Jahrestages des Erscheinens von Jean-Jacques Rousseaus „Émile, ou de l’éducation“ und des 300. Geburtstages des Autors widmet die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) den frühen französischen Illustrationen des Werks eine Ausstellung. Berücksichtigt wurden vier Ausgaben aus den Beständen der Bibliothek, die zwischen 1762 und 1817 erschienen sind und von bedeutenden Buchillustratoren der Zeit bebildert wurden: Charles Joseph Dominique Eisen (1720–1778), Charles-Nicolas Cochin le Jeune (1715–1790), Jean-Michel Moreau le Jeune (1741–1814) und Clement-Pierre Marillier (1740–1808).

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Bildmotive über die Zeit, die mit den rein allegorischen Darstellungen der Erstausgabe von Eisen beginnt, deren Themen noch von Rousseau bestimmt waren, über eine bereits durch die Rezeptionsgeschichte des Buches beeinflusste Interpretation der gleichen Motive bei Cochin bis zu den Illustrationen von Textepisoden bei Moreau und Marillier, die den Wandel in der Rezeption des Buches von einer ursprünglich rein an anthropologischen Grundsätzen und Prinzipien interessierten Betrachtungsweise hin zu einem praktischen Erziehungsratgeber belegen.